Geschichte

Auf einem über vier Hektar großen Gelände in der Innenstadt Traunreuts liegen die Gebäude der Stiftung DASMAXIMUM. Sie stammen aus den Jahren um 1938 und waren Teil einer Munitionsverarbeitungsanlage des NS-Staates. Das Gelände dieser „MUNA“ erstreckte sich mit zahlreichen Depot- und Werkshallen über große Teile des heutigen Stadtzentrums von Traunreut und nahm in der Nachkriegszeit neu gegründete Industriebetriebe auf.

Den Teil des Geländes, der heute DASMAXIMUM beherbergt, erwarb Anfang der 50er Jahre der Alzmetall-Firmengründer Harald Friedrich. Hier produzierte er den Kleinwagen „Spatz“. Noch bis Ende der 90er Jahre wurden die Hallen industriell genutzt.

Zu den mehr als 3000 m² Ausstellungsfläche gehört auch die noch von Harald Friedrich erworbene Holzbaracke, die im nahegelegenen Altenmarkt in den Nachkriegsjahren als Schulhaus genutzt wurde. Heute beherbergt sie die vollständige Installation der „European Couples“ von Dan Flavin.

Die Farbgebung der großen Hallen beruht auf einem Konzept der Malerin Maria Zerres. Mit ihren roten und gelben Fassaden und blauen Dächern stimmt es die Besucher auf die Kunstwerke im Inneren der Hallen ein. Als Primärfarben-Akkord und Grundlage der Malerei ist sie ein augenfälliges Zeichen für die bewusste Umwidmung dieses Geländes.